FACHWISSEN

ANTWORTEN AUF HÄUFIGE FRAGEN.

Begriffe verständlich erklärt, Antworten auf typische Fragen — und ein vollständiges Immobilien-Lexikon mit über 60 Fachbegriffen.

Häufige Fragen

Immobilien-Lexikon

THEMEN

Vor der Finanzierung (8)

Während der Beratung (6)

Nach Abschluss (4)

Konditionen & Zinsen (7)

Förderungen (5)

Sonderfälle (3)

Vor der Finanzierung

Welche Unterlagen brauche ich für ein Erstgespräch?

Für ein erstes, unverbindliches Gespräch benötigen Sie zunächst gar nichts mitzubringen. Wir lernen Sie und Ihre Situation kennen — auf dieser Basis besprechen wir gemeinsam, welche Unterlagen für eine konkrete Bankanfrage sinnvoll sind.

Typischerweise sind das später: Einkommensnachweise der letzten drei Monate, Steuer­bescheide der letzten zwei Jahre, ein Selbst­auskunfts­bogen und — wenn vorhanden — ein Exposé der Immobilie.

Wieviel Eigenkapital brauche ich mindestens?

Als Daumenregel gilt: Die Erwerbsnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler) sollten aus Eigenkapital gedeckt sein — je nach Bundesland 8–12 % des Kaufpreises. Optimal sind 20 % des Kaufpreises.

In Ausnahmefällen lassen sich auch 100 %- oder gar 110 %-Finanzierungen darstellen — bei sehr guter Bonität, sicherem Einkommen oder hochwertiger Immobilie. Sprechen Sie uns an.

Wie lange dauert eine komplette Finanzierung?

Vom Erstgespräch bis zur Bankzusage rechnen wir typischerweise 2–4 Wochen. Bei besonders dringenden Fällen (z. B. wenn ein Kaufvertrag schon steht) haben wir Mandate auch in 6 Werktagen abgeschlossen.

Kostet die Beratung etwas?

Das Erstgespräch und die erste Einordnung sind kostenfrei und unverbindlich. Vor einer weiterführenden Beauftragung wird transparent besprochen, welche Schritte sinnvoll sind und ob Kosten entstehen.

Wie wird mein Datenschutz gewährleistet?

Wir behandeln Anfragen vertraulich. Alle Daten werden ausschließlich für Ihre Finanzierung verwendet, nach DSGVO verarbeitet und nicht ohne Ihre Zustimmung weitergegeben.

Was unterscheidet Sie von einem Vergleichsportal?

Vergleichsportale liefern eine algorithmische Zahl. Wir liefern eine verhandelte Lösung. Der Unterschied: Bei komplexen oder höherwertigen Mandaten lassen sich Konditionen verhandeln, die ein Vergleichsportal nie ausweisen würde — weil sie nicht standardisiert sind.

Außerdem: Sie haben einen festen Ansprechpartner, kein Call-Center.

IMMOBILIEN-LEXIKON

FACHBEGRIFFE VERSTÄNDLICH ERKLÄRT.

Über 60 Begriffe rund um Immobilien­finanzierung, Bewertung, Steuern und Recht — kurz und ohne Bankjargon.

A

Annuität

Gleichbleibende Monatsrate aus Zins und Tilgung. Mit jeder Zahlung sinkt der Zinsanteil und der Tilgungsanteil steigt.

Anschlussfinanzierung

Neue Finanzierung, wenn die erste Zinsbindung endet. Sie kann frühzeitig vorbereitet werden, damit keine unnötige Hektik entsteht.

Auszahlungsvoraussetzungen

Unterlagen und Bedingungen, die erfüllt sein müssen, bevor die Bank das Darlehen auszahlt.

Abtretung

Übertragung von Rechten oder Ansprüchen als Sicherheit oder Vertragsbestandteil.

Auszahlung

Überweisung der Darlehensmittel nach Erfüllung der vereinbarten Voraussetzungen.

B

Beleihungsauslauf

Verhältnis zwischen Darlehen und Immobilienwert. Er beeinflusst, wie die Bank das Risiko und die Kondition einschätzt.

Bereitstellungszins

Kosten, die entstehen können, wenn ein zugesagtes Darlehen nicht innerhalb der bereitstellungsfreien Zeit abgerufen wird.

Bonität

Einschätzung der wirtschaftlichen Zuverlässigkeit eines Antragstellers. Dazu zählen Einkommen, Verpflichtungen und Zahlungsfähigkeit.

Bürgschaft

Zusätzliche Sicherheit durch eine dritte Person oder Institution, die im Ernstfall für Verpflichtungen einsteht.

Bewirtschaftungskosten

Laufende Kosten einer Immobilie, etwa Instandhaltung, Verwaltung oder umlagefähige Betriebskosten.

D

Darlehen

Von der Bank bereitgestellter Finanzierungsbetrag, der über eine vereinbarte Laufzeit zurückgezahlt wird.

Darlehensvertrag

Vertrag zwischen Bank und Darlehensnehmer mit Konditionen, Sicherheiten, Pflichten und Auszahlungsvoraussetzungen.

Deckungsbeitrag

Bei Kapitalanlageimmobilien relevante Betrachtung, ob Einnahmen und Kosten tragfähig zueinander stehen.

E

Eigenkapital

Eigene Mittel, die in den Immobilienkauf eingebracht werden. Dazu zählen Guthaben, Wertpapiere oder bereits bezahlte Kosten.

Effektivzins

Zinssatz inklusive wesentlicher Preisbestandteile. Er eignet sich besser zum Vergleich als der reine Sollzins.

Einkommensnachweis

Belege über Einkommen, etwa Gehaltsabrechnungen, Steuerbescheide, Rentenbescheide oder betriebswirtschaftliche Auswertungen.

Erstrangige Sicherheit

Grundschuld oder Sicherheit mit vorrangiger Stellung im Grundbuch. Für Banken ist das häufig besonders relevant.

Energieausweis

Dokument mit energetischen Kennwerten einer Immobilie. Es kann für Bewertung und Modernisierungsplanung relevant sein.

F

Finanzierungsbestätigung

Schriftliche Einschätzung oder Zusage einer Finanzierung. Je nach Bank kann sie unterschiedlich verbindlich sein.

Forward-Darlehen

Darlehen für eine spätere Anschlussfinanzierung, bei dem Konditionen bereits im Voraus gesichert werden.

Fördermittel

Öffentliche Programme, etwa für Energieeffizienz oder Eigentumsbildung. Voraussetzungen und Verfügbarkeit müssen im Einzelfall geprüft werden.

Freistellung

Regelung, mit der eine bestehende Sicherheit oder Belastung aus dem Grundbuch entfernt oder angepasst wird.

G

Grundbuch

Amtliches Register mit Eigentümer, Belastungen und Rechten an einer Immobilie.

Grunderwerbsteuer

Steuer beim Erwerb einer Immobilie. Die Höhe hängt vom Bundesland ab.

Grundschuld

Sicherheit der Bank im Grundbuch. Sie dient dazu, das Darlehen durch die Immobilie abzusichern.

Gesamtkosten

Summe aus Kaufpreis, Nebenkosten, Modernisierung, Reserven und Finanzierungskosten.

H

Haushaltsrechnung

Prüfung von Einnahmen, Ausgaben und monatlicher Belastbarkeit. Sie zeigt, ob die Rate langfristig tragfähig ist.

I

Immobiliendarlehen

Darlehen zur Finanzierung einer Immobilie. Es wird meist durch eine Grundschuld abgesichert.

K

Kaufpreis

Vereinbarter Preis der Immobilie. Nebenkosten und mögliche Modernisierungen kommen in der Gesamtfinanzierung hinzu.

Kaufnebenkosten

Kosten zusätzlich zum Kaufpreis, etwa Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Makler.

Kondition

Gesamtheit der Finanzierungsbedingungen, vor allem Zins, Tilgung, Laufzeit, Sondertilgung und Bereitstellungszeit.

Kapitaldienst

Regelmäßige Belastung aus Zins und Tilgung. Banken prüfen, ob dieser dauerhaft tragbar ist.

L

Laufzeit

Zeitraum, über den eine Finanzierung rechnerisch zurückgeführt wird oder eine Kondition gilt.

Liquidität

Verfügbare finanzielle Mittel. Sie ist wichtig, damit neben der Rate genug Spielraum bleibt.

M

Modernisierung

Maßnahmen zur Verbesserung oder Werterhaltung einer Immobilie, etwa energetische Sanierung oder neue Technik.

N

Nachrang

Finanzierung oder Sicherheit, die im Grundbuch hinter einer vorrangigen Bank eingetragen wird.

Nebenkosten

Zusätzliche Kosten rund um Kauf und Finanzierung. Sie sollten nicht unterschätzt werden.

Notar

Beurkundet Kaufvertrag und Grundschuldbestellung. Ohne notarielle Beurkundung kommt ein Immobilienkauf nicht wirksam zustande.

O

Objektunterlagen

Dokumente zur Immobilie, etwa Exposé, Grundbuchauszug, Teilungserklärung, Energieausweis oder Wohnflächenberechnung.

Objektbewertung

Einschätzung des Immobilienwerts durch Bank oder Gutachter. Sie kann vom Kaufpreis abweichen.

P

Prolongation

Verlängerung einer bestehenden Finanzierung bei derselben Bank nach Ablauf der Zinsbindung.

R

Rate

Monatliche Zahlung an die Bank. Sie besteht in der Regel aus Zins und Tilgung.

Restschuld

Offener Darlehensbetrag zu einem bestimmten Zeitpunkt, zum Beispiel am Ende der Zinsbindung.

Rückzahlungsplan

Übersicht über Rate, Zinsanteil, Tilgung und Restschuld im Zeitverlauf.

Rangstelle

Position einer Sicherheit im Grundbuch. Sie beeinflusst das Risiko der Bank.

S

SCHUFA

Auskunftei, deren Informationen Banken bei der Bonitätsprüfung berücksichtigen können.

Selbstauskunft

Strukturierte Angaben des Kunden zu Einkommen, Vermögen, Verpflichtungen und persönlicher Situation.

Sollzins

Reiner Darlehenszins ohne zusätzliche Preisbestandteile. Für Vergleiche ist der Effektivzins oft aussagekräftiger.

Sondertilgung

Zusätzliche Rückzahlung außerhalb der regulären Rate. Sie kann die Restschuld schneller reduzieren.

T

Tilgung

Teil der Rate, mit dem das Darlehen zurückgezahlt wird.

Tilgungssatz

Prozentualer Anteil der anfänglichen Tilgung. Er beeinflusst Rate und Rückzahlungsdauer.

Teilungserklärung

Wichtiges Dokument bei Eigentumswohnungen. Es regelt Eigentumsanteile, Sonder- und Gemeinschaftseigentum.

U

Umschuldung

Ablösung einer bestehenden Finanzierung durch eine neue Finanzierung, häufig zur Neuordnung oder Konditionsverbesserung.

Unterlagencheck

Prüfung, ob alle relevanten Dokumente vollständig, plausibel und bankfähig vorbereitet sind.

V

Variable Verzinsung

Zins, der sich während der Laufzeit verändern kann. Das kann Chancen, aber auch Risiken bedeuten.

Verkehrswert

Geschätzter Marktwert einer Immobilie. Banken nutzen eigene Bewertungsmodelle für die Finanzierung.

Vorfälligkeitsentschädigung

Entschädigung, die bei vorzeitiger Ablösung eines Darlehens entstehen kann.

Vorprüfung

Erste Einschätzung, ob eine Finanzierung grundsätzlich realistisch erscheint.

W

Wohnfläche

Für Bewertung und Finanzierung relevante Flächenangabe. Sie sollte plausibel nachgewiesen sein.

Z

Zinsbindung

Zeitraum, in dem der vereinbarte Zinssatz festgeschrieben ist.

Zinsrisiko

Risiko, dass Anschlusskonditionen später höher ausfallen als erwartet.

Zwischenfinanzierung

Kurzfristige Finanzierung zur Überbrückung, etwa bis Eigenkapital oder Verkaufserlös verfügbar ist.

ANTWORT NICHT GEFUNDEN?

SPRECHEN SIE DIREKT MIT EINEM UNSERER BERATER.

Wir nehmen uns Zeit — auch wenn Ihre Frage nicht im Standard-Katalog steht.